Garmin inReach – Helfer in der Not

Anfang Oktober hat Garmin den neuen inReach-Messenger vorgestellt, ein Kommunikationstool, mit dem Smartphones und Smartwatches auch ohne Funknetzanbindung erreichbar bleiben. Jetzt hat das Unternehmen Zahlen über die bisherige Nutzung der Technologie veröffentlicht.

Garmin inReach Messenger

Der Garmin inReach-Messenger ist eine kleine schwarze Kunststoffbox mit den Maßen 7,8 x 6,4 x 2,3 cm. In ihr steckt Kommunikationstechnologie, die vor allem Outdoor-Abenteurer unabhängig von verfügbaren Mobilfunknetzen macht. Das hilft, Kontakt zu halten und im Zweifelsfall Hilfe zu holen. Der 114 Gramm schwere inReach-Messenger arbeitet mit der Messenger App zusammen und einem Smartphone oder einer passenden Smartwatch. Allerdings ist der Messenger auch alleinstehend funktionsfähig.

Garmin inReach Messenger, verbunden über das Smartphone

Grundsätzlich benötigt der Messenger den Zugriff auf die Kontaktliste, die entweder über das Smartphone abgerufen wird oder zuvor auf den Messenger übertragen wurde. Die Kommunikation mit den Kontakten läuft zunächst über Mobilfunk oder WLAN. Ist diese Verbindung nicht möglich, so schaltet der Messenger automatisch auf das Iridium-Satellitennetzwerk, mit dem weltweit eine hundertprozentige Abdeckung garantiert werden kann. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich.

Zum Leistungsumfang gehört unter anderem die Funktion Notfallhilfe, die per Tastendruck sofort eine Nachricht zur Rund-um-die-Uhr besetzten IERCC-Rettungszentrale sendet und dabei auch die Standortdaten übermitteln kann. Zudem kann der Messenger an jedem Ort die aktuellen Wetterdaten abrufen und ermöglicht auch eine Track-Back-Navigation zum Ausgangspunkt. Ein vorteilhaftes Feature ist die Sicherheitsladung.

Damit kann ein leeres Smartphone so weit aufgeladen werden, dass damit wieder Nachrichten versendet werden können. Die Akkulaufzeit des Messengers beträgt etwa 28 Tage. Über in kleines Display ist es möglich, den Versand von Nachrichten zu verfolgen und auch Antworten zu lesen. Mit Nachrichtenvorlagen lässt sich die Kommunikation auch ohne lange Funkverbindung sicher bewerkstelligen. Der Garmin inReach-Messenger kostet 299,99 Euro und je nach Bedarf ein kostenpflichtiges Abonnement (ab 19,99 Euro pro Monat).

inReach Messenger, Lifestyle Photoshoot

Jetzt hat Garmin Zahlen vorgelegt, wie oft InReach-Nutzer in den vergangenen Jahren die Notfallfunktion genutzt haben. Seit 2011 ist die Technologie verfügbar und wurde seitdem in über 150 Ländern auf allen Kontinenten genutzt. In diese Zeit hat die Notrufzentrale bereits auf 10.000 Notrufe reagiert. Die meisten Notrufe kamen aus verschiedenen Bergregionen und faste allen Regionen Neuseelands. Aber die Notrufe kamen nicht nur aus abgelegenen Regionen, sondern wurden auch in Städten dann meist von Radfahrern genutzt.

Bei der Hälfte der Notrufe waren Verletzungen oder andere medizinische Notfälle der Grund, vor allem beim Auto- oder Motorradfahren, beim Wandern und Klettern oder auf dem Wasser. Knapp jeder fünfte Notruf wurde von Personen ausgelöst, die selbst über die inReach-Geräte verfügten, aber den Notfall einer anderen Person gemeldet haben. Zwölf Prozent aller Notfälle stehen im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall, größtenteils in Situationen, in denen kein Netzempfang möglich war. In einzelnen Fällen wurden Hunde verletzt, verloren gegangene Kinder wurden wieder aufgefunden oder es konnte Hilfe bei plötzlich auftretenden Naturkatastrophen geholt werden.

Bilder: Garmin

Letzte Aktualisierung am 6.12.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API