Rasantes Wachstum bei Wearables

In den vergangenen zwei Jahren haben sich Smartwatches und Fitnesstracker rasant weiterentwickelt. Durch immer neue und ausgereiftere Features ist aus dem einstigen Spielzeug für Ausdauersportler und Technik-Freaks längst ein stylisher Alltagsbegleiter geworden, der neben Gesundheits- und Sportfunktionen auch einen praktischen Nutzen beispielsweise für das kontaktlose bezahlen hat. Mit immer neuen Modellen und neuen Anbieter werden zudem weitere Zielgruppen angesprochen.

Für einen zusätzlichen Schub hat die Corona-Pandemie gesorgt, wie die Experten der Gartner Group in ihrer jährlichen Marktanalyse festgestellt haben. Demnach stiegen die Ausgaben für Smartwatches und Fitnesstracker im vergangenen Jahr 2020 weltweit um 17,6 % auf 21,8 Mrd. US-Dollar. Insgesamt wurden für Wearables mehr als 69 Mrd. US-Dollar ausgegeben. Und ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 rechnet Gartner mit einer weiteren Steigerung um rund 18 % auf rund 81,5 Mrd. US-Dollar, von denen ein großer Teil auf die sogenannten Hearables entfällt (39,2 Mrd. USD). Aber auch bei den Smartwatches erwarten die Experten in den kommenden zwei Jahren einen deutlichen Zuwachs. 2021 werden voraussichtlich knapp 26 Mrd. US-Dollar und 2022 über 31 Mrd. US-Dollar für Smartwatches ausgegeben.

Device Type2019202020212022
Smartwatch18,50121,75825,82731,337
Wristband5,1014,9874,9064,477
Ear-worn14,58332,72439,22044,160
Head-mounted display2,7773,4144,0544,573
Smart clothing1,3331,4115,9637,150
Smart patches3,9004,6905,9637,150
Total46,19469,98581,49993,858
Quelle: Gartner Januar 2021

Auch wenn die Corona-Pandemie das Wachstum befeuert hat, sehen die Analysten der Gartner Group vor allem die verbesserten Geräte als einen wichtigen Wachstumstreiber. Vor allem leistungsfähigere Prozessoren, zuverlässigere Sensoren und längere Akku-Laufzeiten machen die Geräte für immer mehr Kunden interessant. Von großer Bedeutung sei dabei die stetige Verbesserung der Sensoren, die eine Lücke schließen zwischen einfachen Fitnesstrackern und medizinischen Geräten. Die Einfachheit in der Bedienung und die hohe Sensibilität der Sensoren machen die Smartwatches auch für Menschen interessant, die ihre eigene Gesundheit überwachen wollen oder aufgrund verschiedener Krankheitsbilder überwachen müssen, etwa bei Bluthochdruck oder Diabetes 2. Das dürfte in den kommenden fünf Jahren für ein anhaltendes Wachstum sorgen, prognostizieren die Analysten. Erste Ansätze, mit Smartwatches frühzeitig eine Corona-Infektion festzustellen, dürften dieses Wachstum weiter anfachen.

Vom Wachstum werden vor allem jene Hersteller profitieren, die mit technologischen Innovationen und leistungsfähigeren Geräten ihre Kundschaft überzeugen können. Zunehmend kommen aber auch Style-Aspekte hinzu. Da Smartwatches immer öfter auch als normale Uhr mit smarten Features im Alltag getragen werden, setzen einige Hersteller auf zeitgemäße und trendige Styles, um ihre Modelle Mode-kompatibel zu machen.

Garmin Lily; Bild: Garmin

Mit einem Anteil von über 51 % ist Apple nach wie vor der größte Player am Markt. Apple Watch Series 5* und die Apple Watch Series 3* sind die meistverkauften Modelle am Markt. Auf dem dritten Platz landet Huawei mit der Watch GT2*. Die Überlegenheit von Apple wird auch beim Betriebssystem deutlich. Deutlich abgeschlagen liegt Google WearOS mit einem Anteil von 10 Prozent auf dem zweiten Platz. Das ist vor allem auch auf die Eigenentwicklung von Huawei (Lite OS) und Amazfit (AmazfitOS) zurückzuführen, die deutliche Zuwachsraten aufweisen.

So wird auch der Wettbewerb unter den Anbietern das Wachstum bei Wearables weiter anheizen. Neue und verbesserte Funktionen dürfen dabei von allen großen Anbietern erwartet werden. Ein immer schlagkräftigeres Verkaufsargument ist allerdings die Akku-Leistung, die sich immer weiter verbessert, wie unter anderem die neuen Garmin-Geräte* zeigen.

Quelle: PM Gartner
Bilder: siehe Kennzeichnung

Letzte Aktualisierung am 3.12.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API