Entwicklung der Facebook Smartwatch gestoppt

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hat die Facebook-Muttergesellschaft Meta die Entwicklung einer eigenen Smartwatch eingestellt. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte Bloomberg die Entwicklung bestätigt und sich dabei auf Insiderkreise berufen. Rund zwei Jahre hat das Unternehmen an der Entwicklung gearbeitet. Auffälligstes Merkmal der Meta-Smartwatch war die Ausstattung mit zwei Kameras. Nach ersten Meldungen sollte die Smartwatch noch in diesem Jahr offiziell vorgestellt werden, zwischenzeitlich wurde der Termin auf 2023 verschoben.

Doch nun soll es anders kommen. Wie ein weiterer Insider berichtet, sind es genau diese zwei Kameras, von denen eine abnehmbar sein sollte, die bei der Entwicklung Probleme bereitet hat. Die zweite Kamera hat eine andere wichtige Funktion beeinträchtigt. Bloomberg nennt die Elektromyographie als Grund, die für Meta höchste Priorität hatte. Dabei werden Signale der Nerven, die am Handgelenk gemessen werden, in digitale Impulse umgewandelt. „Es geht darum, diese Signale am Handgelenk zu decodieren und sie in digitale Befehle zu übersetzen“, heißt es in einem Anfang des Jahres veröffentlichten Blogbeitrag von Meta. Insbesondere in Kombination mit einer Augmented-Reality-Brille wäre die Smartwatch dann in der Lage, den digitalen Avatar des Nutzers im Metaverse zu steuern.

Facebook Smartwatch

Die unter dem Codenamen Milan geplante Smartwatch werde jetzt nicht mehr gebaut, soll den beteiligten Mitarbeitern in dieser Woche mitgeteilt worden sein. Das Unternehmen hat gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme abgelehnt. Vermutlich sind neben den technischen Problemen auch finanzielle Aspekte ein Grund. Auf einer Analystenkonferenz hatte Mark Zuckerberg bereits mit erheblichen Verlusten in diesem Geschäftsbereich gerechnet. Insgesamt will Meta aufgrund der sich abschwächenden Konjunktur rund 3 Milliarden US-Dollar einsparen. Dennoch werden vermutlich einige der bereits entwickelten Funktionen in anderen Wearables des Unternehmens zum Einsatz kommen, schreibt Bloomberg.

Artikelbild: Bloomberg

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